
NSDAP als Sammelbecken: Die Nationalsozialisten inszenierten sich als „Volksbewegung“ gegen Großkapital, Marxismus und „Bonzenwirtschaft“. Damit trafen sie die Ressentiments des Mittelstands.
Folge: Ab 1930 wanderten große Teile des Mittelstands zur NSDAP ab, was deren Wahlerfolge entscheidend beförderte.
Gesellschaftlich-kulturelle Dimension
Parteienverdrossenheit: Viele Mittelständler lehnten den Parteienstaat“ ab und sehnten sich nach einer starken, überparteilichen Führung.
Traditionelle Eliten: Die alten obrigkeitsstaatlichen Strukturen und Vorurteile gegen Demokratie verstärkten die Skepsis gegenüber der Weimarer Republik.
Fazit:
Der Mittelstand war zum Ende der Weimarer Republik ein entscheidender Faktor für den politischen Umbruch.
Seine wirtschaftliche Not, soziale Abstiegsängste und politische Enttäuschung führten zu einer massiven Abwanderung hin zu radikalen Kräften – insbesondere zur NSDAP.
Damit trug er wesentlich zum Scheitern der Republik bei.
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